Anfrage zur Sondersitzung Kultur- und Sportausschuss am 04.07.2011
In der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses am 9. März 2011 stellte die Fraktion im Rahmen der Präsentation des Konzeptes EMSCHERKUNST. 2013 (TOP 3) die Frage, inwieweit der Kurator Prof. Dr. Florian Matzner, die Emschergenossenschaft bei der Neukonzeption des Projektes an die Einbindung renommierter, hier im Ruhrgebiet verorteter Künstlerinnen und Künstler gedacht haben.
In den jetzt vorliegenden Fassungen (Stand Dezember 2010 und Februar 2011) geht eine Einbeziehung von Künstlern mit nationalen oder internationalen Wurzeln, die hier leben und die durch ihr künstlerisches Schaffen und regionales Wirken vor Ort Botschafter für das Ruhrgebiet sind, nicht hervor.
Der Künstler Reiner Maria Matysik ist hier geboren, Rachel Whiteread erhielt den August Seeling Preis der Stadt Duisburg. Beide haben damit eine Beziehung zum Ruhrgebiet als solches. Alle anderen Künstlerrinnen und Künstler werden neu für die Region aufgeschlossen, was unverkennbar eine Berechtigung im Rahmen des Konzeptes hat.
Hierzu fragt die Fraktion DIE LINKE im RVR:
1. Warum sind so wenige Künstler/innen aus der Region an der Projektumsetzung beteiligt? Was ist dafür getan worden?
2. Gab es Gespräche mit den Kommunen im Ruhrgebiet zur Einbeziehung von ansässigen Künstlern/innen? Zu welchen Ergebnissen kam man in den Gesprächen?
3. Welche Möglichkeiten bestehen die Liste der eingeladenen Künstler/innen zu erweitern?
4. Wie schafft man es im Rahmen des angedachten Zeitplanes (August 2011- Abgabe der Projektideen) die Künstler/innen von den Möglichkeiten der Mitwirkung zu informieren, um ihnen gleichberechtigte Chancen zu bieten?
5. Bestünden Möglichkeiten die Konzepte der In- Door- Ausstellungen zu erweitern, um regionalen Kunstschaffenden Präsentationsmöglichkeiten zu bieten?
6. Wie ist der Stand der Diskussionen zur Einbindung der lokalen bzw. regionalen Kunstszene im Rahmen von Workshops, Sommerakademie etc. da im Vergleich der Konzepte keine Weiterentwicklung erkennbar ist ?
7. Inwieweit will man die Potenzen der EMSCHERKUNST.2013 nutzen, um sie auch zu einem Leitprojekt im Rahmen des Metropolenkompetenzfeldes 3: Interkultur/ Kulturelle Vielfalt zu entwickeln, ungeachtet der zu erwartenden Ansätze der Programmkoordinatorin der Ruhr 2010 Asli Sevindim?
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Freye und Fraktion
Kommentar des Webmasters:
Die Antworten auf die Anfragen erfolgten in der Sitzung des Kultur-und Sportausschusses am 04.07.2011.
Der konkrete Wortlaut der Antworten des Kurtors Prof. Dr. Florian Matzner findet man unter www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr im Gremieninformationssystem unter der Drucksachen- Nr. 12/0374
