Zum Hauptinhalt springen

Biogasanlage Herten: Anwohner zu stark belastet? - Fraktion DIE LINKE thematisiert Emissionen in der Verbandsversammlung

Fraktionssprecher Wolfgang Freye diskutiert über die IMK-Anlage

Die Fraktion DIE LINKE. im Regionalverband Ruhr (RVR) will die Belastungen der Anwoh-ner/innen der Biogasanlage in Herten-Bertlich zum Thema der nächsten Verbandsversammlung am 3.12.2007 machen. In einem Antrag fordert sie einen Bericht der Geschäftsführung der Abfallgesellschaft Ruhr (AGR) zu den bisherigen Untersuchungen über mögliche gesundheitliche Belastungen und Geruchsbelästigungen an. Ausserdem soll die Verbandsversammlung die AGR auf-fordern zu prüfen, ob eine erneute Untersuchung sinnvoll ist und welche Maßnahmen zur Beseitigung der Geruchsbelästigungen möglich sind.

?In den letzten Wochen und Monaten haben sich Anwohner/innen und die Bürgerinitiative ,pro-herten? mehrmals hilfesuchend an uns gewendet?, erklärt Fraktionssprecher Wolfgang Freye. ?Sie beklagten sich über starken Gestank von der Biogasanlage bei entsprechenden Windverhältnissen und befürchten Gesundheitsgefährdungen durch Keime und Sporen. Diese Befürchtungen kamen auch auf einer gut besuchten Bürgerversammlung am 16.11.2007 in Herten-Bertlich heftig zur Sprache. Wir meinen, die AGR sollte sie ernster nehmen, als bisher. Das wollen wir mit unserem Antrag erreichen.?      

Die Fraktion DIE LINKE im RVR hat die Biogasanlage, die der AGR gehört, bereits am 14.9.2007 selbst besucht. Bei dem Besuch konnte sich die Fraktion ein Bild davon machen, dass die Abfallverwertung in einer Biogasanlage eine sinnvolle Technik ist, Geruchsbelästigungen jedoch kaum vermeidbar sind. Die Abstands-Regelungen zu benachbarten Siedlungen sind heute schärfer, als zum Zeitpunkt des Baus der Anlage. Auch das Gutachten über mögliche Keim- und Sporenbelastungen von 2001 entsprach nicht den heutigen Normen für solche Gutachten.     

?Heute würde niemand eine solche Anlage so dicht an ein Wohngebiet bauen?, so Wolfgang Freye weiter. ?Und auch, wenn sich ? wie zu hoffen ist ? keine Keime und Sporen bis in die Wohngebiete ausbreiten, bleibt doch die Frage nach den Geruchsbelästigungen und möglichen Maßnahmen zum Abbau. Bei der Veranstaltung am 17.11.2007 hat Prof. Dr. Thomas Eikmann von der Universität Gießen jedenfalls deutlich festgestellt, dass auch häufige Geruchsbelästigungen zu Gesundheitsproblemen führen können, abgesehen von der Einschränkung der Lebensqualität.?    

Zurück zum Kopf der Seite