Diskussion um Fortführung der Ruhr 2010 überflüssig - Linksfraktion im RVR lehnt Scheytts Zukunftsideen für die Ruhr 2010 GmbH ab
Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) hält die Diskussion um eine Fortführung der Ruhr 2010 GmbH über ihre Funktion für das Kulturhauptstadtjahr hinaus für überflüssig und lehnt die Ideen des Geschäftsführers der Ruhr 2010 GmbH, Oliver Scheytt, zum Fortbestand der Gesellschaft ab. Auch die Vorstellungen zur Finanzierung der Gesellschaft über den 31.12. 2012 hinaus hält DIE LINKE für illusorisch. Zum 31.12. 2012 muss die Gesellschaft laut Gesellschaftsvertrag abgewickelt sein.
?Wir brauchen dringend eine stärkere Kooperation der Städte und Landkreise im Ruhrgebiet im Bereich der Kultur und wir können uns auch vorstellen, dass die Sonderumlage der RVR-Kommunen für die Kulturhauptstadt in Höhe von 2,4 Mio. Euro jährlich fortgeführt wird, um diese Kooperation im Sinne des ,Masterplans Kultur? zu finanzieren,? so Wolfgang Freye, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im RVR. ?Eine Fortführung der Ruhr 2010 als Dauereinrichtung oder ein Super-Kulturdezernat im RVR-Verbandsgebiet braucht jedoch niemand. Die Städte kämpfen im Kulturhauptstadtjahr um die Sicherung ihrer Ausgaben für Kultur und stehen zum Teil vor drastischen Einschnitten und die Ruhr 2010 GmbH entwickelt Vorschläge, wie sie erhalten bleiben kann ? das passt nicht zusammen.
Wir haben im Übrigen kein Verständnis dafür, dass Oliver Scheytt über seinen Vorstoß mit den Kulturdezernenten kein Wort geredet hat. Wenn man die Städte und Landkreise nicht ,mitnimmt? kann man Kooperation im Ruhrgebiet nicht entwickeln.?
Die Ruhr 2010 GmbH wurde gegründet, um das Programm des Kulturhauptstadtjahres zu entwickeln und seine Organisation in die Hand zu nehmen. Laut Gesellschaftsvertrag muss die Gesellschaft bis zum 31.12. 2012 abgewickelt werden. Den Vertrag ändern könnten nur die vier Gesellschafter RVR, Initiativkreis Ruhr, Land NRW und Stadt Essen. Insofern müsste die Diskussion in den demokratisch legitimierten Gremien geführt werden, und nicht in exklusiven Zirkeln.
?Dass Scheytt nach unseren Informationen sein Papier inzwischen zurückgezogen hat, macht deutlich, wie unüberlegt die Sache war,? so Wolfgang Freye weiter. ?Wenn ihm die Entwicklung des Ruhrgebiets so am Herzen liegt, könnte er sich ja wie 2005 wieder auf die Stelle des Regionaldirektors des RVR bewerben, die derzeit neu ausgeschrieben ist. Dort hätte er dann die Möglichkeit nachhaltig und demokratisch legitimiert für das Revier zu wirken... ?

