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Verbandsversammlung am 10. Oktober 2011- Redebeitrag von Olaf Jung zu unserem Antrag "Resolution zur Wiederaufnahme des RRX in den Fünfjahresplan für den Ausbau der Schienenwege des Bundes 2011- 2015 des Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklu

Olaf Jung

Sehr geehrter Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,

die Geschichte des RRX oder es fährt kein Zug nach irgendwo.  

Vom Design her zeigt er sich elegant und schnittig: die Grundfarbe anthrazit-metallic, die Türen orange. Leuchtend weiße Punkte an der Außenhaut symbolisieren die Städte an Rhein und Ruhr durch die der Rhein-Ruhr-Express "allerspätestens 2015" fahren werde, so Oliver Wittke (CDU) vor fünf Jahren.

Die Bundesmittel für Neu- und Ausbaumaßnahmen der Schienenwege reichen schon seit Jahren nicht mehr aus um wichtige Projekte zügig zu verwirklichen. Vor allem wegen des auf mehr als fünf Milliarden Euro veranschlagten Bahnhofprojekts "Stuttgart 21" sind die Mittel für den RRX auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte blockiert worden. Wer hat die Weichen falsch gestellt? Wie kann es sein, dass die Infrastruktur NRWs auf dem Abstellgleis gelandet ist? 

Im September dieses Jahres wurde bekannt, dass im Fünfjahresplan der Bundesregierung, ja ? so etwas gibt es jetzt auch wieder - bis 2015 keine weiteren Mittel für den RRX bereitgestellt werden sollen. Das für unsere Region wichtige Projekt einer leistungsfähigen und schnellen Nahverkehrsverbindung zwischen dem Ruhgebiet und dem Düsseldorfer Raum wird so weiter verzögert oder ganz zu Fall gebracht.

Im Nah- und Regionalverkehr wird vom RRX ein Mehrverkehr von insgesamt 31.200 Personenfahrten/Tag ausgelöst. Hiervon entfallen etwa 88 % auf Verlagerungen vom MIV zum SPNV. Mit dem Bau und Betrieb des RRX lassen sich in den Nah- und Regionalverkehrsbeziehungen gegenüber dem Nullfall 290 Mio. Pkw-km je Jahr einsparen ? ein enormer Beitrag für den Klimaschutz. Die stark belasteten Autobahnen A3, A40 und A42 könnten um etwa 50.000 PKW-Fahrten/Tag entlastet werden ? kostspielige Ausbaumaßnahmen könnten sich erübrigen. 

Der Regionalverband Ruhr muss die Bundesregierung auf die Einhaltung der bestehenden Verträge mit dem Land NRW verpflichten und alles dafür tun um den RRX schnellstmöglich zu verwirklichen.

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