Die Linke im RVR: Reden
Bereitstellung eines investiven Zuschusses für das Jahr 2026 für Planungsleistungen des Projektes Niederrhein Therme 2.0
Redebeitrag von Veronika Buszewski zum Tagesordnungspunkt 10.09 der Verbandsversammlung
Sehr geehrte Anwesende hier im Saal, auf der Tribüne als auch an den Bildschirmen,
zur Erinnerung: Revierparks wurden gebaut, um der breiten Bevölkerung im Ruhrgebiet ein attraktives Wohnumfeld mit mehr Lebensqualität bereit zu stellen.
Auch Menschen mit kleinerem Geldbeutel sollten günstige Freizeit-, Bad- und Sportangebote zur Verfügung gestellt bekommen.
In den 80er Jahren auf der Höhe der Zeit, sind die Parks und Freizeiteinrichtungen in die Jahre gekommen.
Mit dem Programm Revierparks 2020* wurden die Parks weiterentwickelt und ökologisch aufgewertet. Damit einher gingen:
- die Steigerung der Attraktivität,
- die Nutzungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Besucher*innengruppen,
- die Erweiterung des Angebots zur sportlichen Betätigung und Gesundheitsförderung.
Nun muss es darum gehen, den längst überfälligen Schritt zu gehen und den Investitionsstau in den Bädern und Thermen aller Freizeitgesellschaften der Freizeitmetropole Ruhr (FMR) schrittweise zu beseitigen.
Das jedes Jahr aufs Neue betriebene System der Beschränkung auf das Notwendigste rächt sich jetzt.
Die beteiligten Kommunen und der RVR ringen seit Jahren darum, Standards zu verbessern, wobei allen Beteiligten klar ist, dass kleine Investitionsspritzen nicht ausreichen, um das Gesamtinvest zu stemmen.
Insbesondere die energetische Sanierung, die Angebotssteigerung bei Nutzung der Bäder, wie im Bereich der Gesundheitskurse, aber auch perspektivisch ein verbessertes Angebot für Familien und Senior*innen halten wir für besonders dringend.
Der Linken ist dabei wichtig, dass man im Austausch mit Sportverbänden, Sportverwaltungen auch im Vorfeld der weiteren Bauplanung überlegt, wie man durch eine vernünftige Sanierung auch einen Beitrag leisten kann für Wassergewöhnung und Schwimmausbildung - nicht nur bei Kindern.
Wir sollen heute über die Bereitstellung weiterer investiver Zuschüsse für die weiterqualifizierende Planung des Projektes Mattlerbusch in Höhe von bis zu 1 Millionen € für das Jahr 2026 beschließen.
Wir halten diesen Beschluss für dringend notwendig, um nicht weiter auf Verschleiß zu fahren und gleichzeitig mit Baumaßnahmen eine Senkung der betrieblichen Kosten zu erreichen z.B. durch den Einsatz Erneuerbarer Energien und den Verzicht auf Erdgas.
Wir begrüßen die Bemühungen der Stadt Duisburg die Sanierung anzugehen über Einreichung einer Projektskizze für das Projekt Generalsanierung des Schwimmbades im Revierpark Mattlerbusch. Die Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zeigt, dass man gewillt ist Mittel für den Invest aufzubringen, um Planungen auch entsprechend in der Umsetzung finanziell stemmen zu können. Der RVR sollte diesen Weg mit seinen Möglichkeiten unterstützen und dann rechtzeitig in der mittelfristigen Finanzplanung des Haushalts entsprechende Mittel einplanen, um die Umsetzung auch unsererseits sicherzustellen.
Die Linke sieht die Notwendigkeit, dass jetzt auf den Weg zu bringende Bauplanung, bis Leistungsphase 3 genutzt wird, um sich vertieft mit Anregungen und Vorschlägen aus dem Beirat für Stadtgestaltung der Stadt Duisburg auseinanderzusetzen und in den konkreten Planungen zu berücksichtigen.
Ein paar Beispiele, welche Erwartungen wir an die weitere Planung haben:
- Das Zusammendenken von Park und Bad als Gesamtensemble (Stichwort Wegebeziehungen).
- Das Mitbedenken der Anforderungen an den zukünftigen Betrieb des Sportbeckens auch als Schwimmlernbecken in der Innengestaltung.
- Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit sollten nochmals grundsätzlicher gedacht werden.
Insgesamt bietet die Generalsanierung Mattlerbusch mit dem Schwerpunkt Gesundheitsförderung Chancen durch die demografische Entwicklung und ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein. Dies könnte die Besucherzahlen erhöhen.
Der Beschluss heute ist wegweisend für die dringend notwendige Generalsanierung im Interesse der Sicherung der Daseinsvorsorge.
Der heutige Beschluss ist aber auch ein Bekenntnis zu den Revierparks und die Niederrheintherme.
Glück Auf!

