Anfragen
Potentiale der migrantische Ökonomie
Anfrage im Ausschuss für Wirtschaft und Beteiligungen und Antwort der Verwaltung
Die Entwicklungen im Bereich der migrantischen Ökonomie sind seit Jahren im Blickpunkt von
Wissenschaft, Politik und Verwaltungen. Ihre Bedeutung für die Wirtschaft und die
Stabilisierung von Quartieren nimmt zu. So erfolgte 2019 jede vierte Existenzgründung durch
Eingewanderte und ihre Nachkommen, absolut ca. 160.000 von 605.000 Gründungen
bundesweit.
Oft steht allerdings auch die Frage im Raum, ob Gründungen von Kleinst- und Kleinbetrieben
von Migranten nicht vor allem auf Grund von mangelnden Alternativen erfolgen.
Wissenschaftliche Studien sprechen sich deutlich gegen eine negative Wahrnehmung von
migrantischen Ökonomien aus, da u.a. statistische Zahlen eine solche Sichtweise nicht
rechtfertigten.
Deshalb bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen in Bezug auf das Ruhrgebiet:
1. Welche Kommunen sowie Wirtschaftsförderungsgesellschaften im Verbandsgebiet haben
sich in den letzten Jahren eingehender mit Migrantischer Ökonomie beschäftigt?
2. Welche Bedarfe zur Förderung der Migrantischen Ökonomie wurden ermittelt, die durch
die Kommunen bzw. Wirtschaftsförderungsgesellschaften umgesetzt werden konnten? Gibt
es hier „Best Practice Beispiele“?
3. Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es mit Hochschulen, Universitäten, den
Kommunen, IHK`n und Handwerkskammern?
4. Was kann der RVR aus Sicht der Verwaltung zur Förderung der migrantischen Ökonomie
tun? Wie wird das Thema im Rahmen des Masterplans Handwerk berücksichtigt?

