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Verbandsversammlung am 06. 07. 2005

Redebeitrag von Wolfgang Freye zur Änderung des Gesellschaftsvertrags der AGR (redigiertes Manuskript)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich kann es nicht nachvollziehen, warum diese Vorlage heute erst auf den Tisch gekommen ist und warum tatsächlich von diesen Problemen vorher nie die Rede war.

Trotzdem sind wir in dem Fall wirklich der Meinung, dass dies hier eine der leichtesten Entscheidungen ist, die wir im Zusammenhang mit der AGR heute zu treffen haben. Es ist doch so, die Entscheidung zur Restrukturierung, die Entscheidung über den Bau von RZR II, die Entscheidung zur Umschichtung von Finanzen, die wir gleich noch zu treffen haben, sind meiner Ansicht nach erheblich schwieriger, und zwar deswegen, weil es hier im Kern nur um zwei Punkte geht: Erstens um die Frage, wer stellt die Geschäftsführung ein. Da bin ich sehr dafür, dass es so geregelt wird, wie es hier drin steht. Zum zweiten geht es darum, auf die Statusklage von ver.di, die ja nun vorliegt, zu reagieren und eine Einigung zu finden. Auch da bin ich sehr für, dass man eine Einigung findet.

Wir werden gleich zu RZR II durchaus eine kritische Position haben, wir werden dem so nicht zustimmen, anders als z. B. die Arbeitnehmervertreter und Arbeitnehmerinnenvertreter, die ja alle von uns, alle Mitglieder der Verbandsversammlung, angeschrieben haben, ihre Interessen dargelegt und dafür geworben haben, für den sofortigen Start von RZR II zu stimmen. Dem werden wir nicht zustimmen.

Wir sind aber unbedingt dafür, dass gerade mit den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretern eine Zusammenarbeit gesucht wird und sind insofern für die durchaus ja vorhandene Möglichkeit, über die 52iger Mitbestimmung hinaus zu gehen und die 76iger Mitbestimmung aufrecht zu erhalten, obwohl die Grenzen nicht mehr erreicht werden. Auch die auch im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegende Umstrukturierung der AGR und der Erhalt der AGR gehen nur gemeinsam, nur in Zusammenarbeit und nur im Konsens mit den Vertretern im Aufsichtsrat, dem Betriebsrat usw. und nicht gegen sie. Das wäre nicht das was wir wollen, das man da jetzt irgendwie neue Fronten aufbaut und deswegen werden wir diesen Änderungen hier zustimmen.

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