Zum Hauptinhalt springen

Resolution der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr - Arbeitsplätze und Wirtschaftsstandort im regionalen Interesse sichern

Vor mehr als 50 Jahren, zum Zeitpunkt der Strukturkrise von Kohle und Stahl, hat sich die Adam Opel AG in Bochum angesiedelt. In der Metropole Ruhr gibt es kaum ein eindrucksvolleres Beispiel für den Strukturwandel als das Bochumer Opel-Werk, das auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche gebaut wurde. Zu Spitzenzeiten haben im Bochumer Opel-Werk 22.000 Menschen gearbeitet, die sich wie die Stadt und die Region immer in einem Höchstmaß mit Opel identifiziert haben.

Umso härter trifft die Entscheidung von General Motors, die Automobilproduktion mit Ablauf des Jahres  2016 in Bochum einzustellen. Davon ist nicht nur die Stadt Bochum betroffen, sondern die gesamte Region. Die Verbandsversammlung erklärt sich daher mit der Belegschaft solidarisch und fordert den Vorstand der Adam Opel Werke mit Nachdruck auf, die Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall zur Entwicklung von Perspektiven für den Standort fortzuführen.

Darüber hinaus fordert die Verbandsversammlung die Adam Opel AG auf, klar darzustellen, welche Leistungen von Opel künftig am Standort Bochum erbracht werden sollen. Dazu gehören auch verlässliche Aussagen zum geplanten Ausbau des europäischen Ersatzteillagers und der geplanten Komponentenfertigung. Die Entwicklung eines Kompetenzzentrums für Elektromobilität sollte bei den Planungen berücksichtigt werden.

Aber es gilt jetzt nicht, Managementfehler aufzuarbeiten, sondern den Blick nach vorne zu richten, um im lokalen und regionalen Interesse vorhandene Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen und den Wirtschaftsstandort für die Zukunft zu stärken.

Der Regionalverband Ruhr unterstützt die Bemühungen der Stadt Bochum und der Inititiave ?Bochum Perspektive 2022?  um die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen und die Entwicklung der dauerhaft von Opel und Zulieferern nicht mehr benötigten Betriebsflächen

Um diese Entwicklung zu ermöglichen, wird die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr sicherstellen, dass auch weiterhin alle Opel-Werksflächen in Bochum im regionalen Flächennutzungs-plan (RFNP) als Industrie- und Gewerbefläche mit regionaler Bedeutung bis zu den Entscheidungen über ein neues Entwicklungskonzept eingetragen bleiben.

Mit der Entwicklung der Flächen ist die Chance verbunden, zukunftsorientierte städtebauliche Anforderungen zu berücksichtigen, auf ein angemessenes Verhältnis von Flächen für gewerbliche/industrielle Nutzungen und Grün zu achten sowie diese Flächen mit einer neuen Standortqualität an den lokalen und regionalen Verkehr anzubinden.

In dem anstehenden Entwicklungsprozess und in den Verhandlungen mit General Motors/Opel erwartet die Region die aktive Unterstützung der Landesregierung mit dem ihr zur Verfügung stehenden Instrumentarium.

Essen, den 17.12.2012

Anmerkung des Webmasters

Diese Resolution wurde einstimmig zu Beginn der Verbandsversammlung verabschiedet.

 

Zurück zum Kopf der Seite