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Rede Wolfang Freye zum Masterplan Mittelstand und Handwerk

Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR), Wolfgang Freye

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

ich bedanke mich noch mal sehr herzlich für den Wortbeitrag meines Vorredners, Herrn Thomas Harten von der Handwerkskammer Münster (beratendes Mitglied der Verbandsversammlung).

Denn eins ist damit noch einmal sehr deutlich geworden: der Masterplan Mittelstand und Handwerk ist keine Idee, die der Regionalverband Ruhr allein gehabt hat, sondern sie ist in enger Abstimmung mit den Handwerkskammern und den Verbänden des Handwerks entwickelt worden, die wir dann mit breiter Mehrheit beschossen haben.

Wer den Bericht gelesen hat und das scheinen nicht alle Redner vor mir getan zu haben, der weiß auch, dass bereits bei der Abstimmung der Bedarfe für einen Masterplan und die dafür notwendige Analyse die Handwerksverbände und die Vertreter:innen der einzelnen Branchen mit dabei waren. Sie betrachten den Masterplan als einen entscheidenden Punkt für die Weiterentwicklung der Branchen und haben die einzelnen Themen, die bearbeitet werden sollen, mit festgelegt. Es geht um Klimaschutz, die Verstärkung der Kreislaufwirtschaft, Flächenbedarfe, Mobilität und um Planungsspielräume. Es geht nicht zuletzt auch um Bildung und Ausbildung von Fachkräften. Letzteres ist ein ganz wichtiger Punkt, weil dort eines der Hauptprobleme des Handwerks jetzt und in Zukunft liegt. Der Fachkräftemangel im Handwerk ist nämlich riesig. Das ist im Übrigen auch eine Querschnittsaufgabe, bei der es auch darum geht, die Vielfältigkeit der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen.

Viele Menschen mit Migrationshintergrund gehen ins Handwerk. Deshalb muss man hier wahrscheinlich die Anstrengungen zur Integration noch vergrößern und verbessern. Sie beherrschen eben nicht 100-prozentig die deutsche Sprache, sie sind hier nicht unbedingt geboren und haben unterschiedliche kulturelle Hintergründe, die es zu beachten gilt. Dies näher zu betrachten und Lösungen zu entwickeln, auch umso evtl. noch mehr Menschen zu finden, die Interesse entwickeln, dort tätig zu werden, sind die großen Aufgaben des Masterplans.

In dem Sinne stimme ich auch der Aussage voll zu, dass es um eine große Aufgabe der Transformation der Gesellschaft geht, von der alle wichtigen und vielfältigen Bereiche in der Gesellschaft berührt werden. Deshalb sind auch, wie man der Vorlage entnehmen kann, etliche Referate des Verbandes an der Erarbeitung beteiligt, wie das Referat für Mobilität, für Bildung und Soziales, für Klima- und Umweltschutz und andere.

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

wir werden dem Antrag der Großen Koalition (SPD/CDU) in der vorliegenden Form zustimmen, weil er die Diskussion der Themen beschleunigen will, mit dem Ziel noch in dieser Legislatur einen Masterplan zu verabschieden. Das ist in der Verwaltungsvorlage vom zeitlichen Ablauf so nicht gesichert gewesen. Dabei bedürfen die Probleme einer dringlichen Lösung. Auch die anderen Punkte des Antrages können wir mittragen.

Wir gehen davon aus, dass genauso wie die Verbandsversammlung mit breiter Mehrheit beschlossen hat, die Verwaltung mit der Erarbeitung des Masterplans Mittelstand und Handwerk zu beauftragen, auch dieses Konzept mit breiter Mehrheit bestätigt wird und alle an einem Strang ziehen. Insofern, kann man die Verwaltung nur ermuntern, da weiterzumachen und einen Zahn zuzulegen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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