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Rede zur Verbandsversammlung am 23.09.2022 zum Antrag der Grünen-Fraktion „Quo vadis Queer in der Metropole Ruhr“ von Fatma Karacakurtoglu

Fraktion DIE LINKE im RVR,Fatma Karacakurtoglu

Sehr geehrter Herr Dr. Dudda, sehr geehrte Damen und Herren, ich muss mich erst einmal ein bisschen sortieren, nachdem was ich hier soeben von der CDU und SPD gehört habe. Ich bin komplett verwundert. Was Sie, liebe SPD und CDU, hier im Verband alles bisher im Bereich Vielfalt getan haben: „Den Namen des Ausschusses geändert, eine Ausstellung dazu begleitet!“ Wow und Danke! Damit wurde das ganze Feld jetzt seit über zwei Jahren abgearbeitet.

 

Es tut mir leid. Aber es reicht nicht, ab und an mal ein paar Regenbogenfahnen aus dem Fenster zu hissen und dann darauf zu warten, dass sich damit die Welt, die Einstellung zur queeren Szene ändert. So funktioniert das nicht!
Politik hat die Aufgabe, insbesondere im strukturellen Bereich Gelegenheiten zu schaffen, um die Minderheitengruppierungen zusammenzubringen und Lösungsmöglichkeiten zu finden, wie diese sich bspw. vernetzen können.
Ein Rundumblick von 360 Grad auf das Thema Vielfalt in der Region, der notwendig wäre und noch erfolgen solle, wie von der SPD hier soeben gesprochen, ist wunderbar, aber doch kein Hinderungsgrund nicht schon mal irgendwo jetzt anzufangen.
Die von den Grünen beantragten Möglichkeiten bieten diese Chancen jetzt und können in den Rundumblick einfließen. Das man mindestens eine Veranstaltung organisiert, einen Runden Tisch einrichtet, damit sich die Community überhaupt dazu austauschen kann, was sie in unserer Region braucht. Da wird es ganz unterschiedliche Auffassungen geben, die dann benannt werden können und auf die man aufbauen kann, wo man gemeinsam nach Umsetzungsmöglichkeiten sucht.
Gerade die queere Gruppe hat es schon Jahrhunderte lang ziemlich schwer gehabt. Jetzt haben wir es endlich geschafft, Aufmerksamkeit für diese Gruppierung, deren Wünsche und Bedürfnisse zu schaffen, haben uns mit ihr und ihren Wünschen im Ausschuss auseinandergesetzt.
Leider sind auch andere auf diese Gruppierung aufmerksam geworden. Kräfte, die versuchen, diese Menschen anzugreifen, sie zu demütigen, sie zu verfolgen.
Wir als Politik müssen jetzt gemeinsam etwas dagegen unternehmen. Ein runder Tisch ist dabei der minimalste kleinste Anfang. Wie kann man sich denn hier dagegen verwehren. Bei solchen Ausführungen schlackern uns die Ohren!
Wir werden dem Antrag natürlich zustimmen!
Vielen Dank!

 

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