Nein beim Ratsbürgerentscheid zu Olympia
Die Linke lädt ein zu Diskussionsveranstaltungen mit Prominenz
In allen 17 möglichen Ausrichterstädten für Olympischen Spiele in NRW findet ein Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 statt, in dem die Bürgerinnen und Bürger über eine Bewerbung des Landes NRW entscheiden sollen. Öffentlichen Austausch gibt es dazu kaum.
Die Linke im RVR hält dagegen und sagt: Nein zu einer Bewerbung für Olympia. Sie organisiert gemeinsam mit den Linken in Essen, Oberhausen, Bochum die Veranstaltung „NOlympia –Rhein-Ruhr sollte sich nicht um Olympia bewerben“. Sie findet am Freitag, 27. März 2026, um 18 Uhr im Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 35 statt.
Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im RVR: „In unserer Kritik an den finanziellen Risiken einer Olympia-Bewerbung, den Belastungen für die Kommunen und fehlender Nachhaltigkeit ist Die Linke nicht allein. In Paris stiegen die Kosten für die Öffentlichkeit von geplanten 2,4 Mrd. Euro auf 6,6 Mrd. Euro. Der einzige Gewinner war das Olympische Komitee.“
Unter anderem kommt Paul Alauzy, der Sprecher des Pariser Aktionsbündnisses „Le revers de la médaille“, als Gesprächspartner zu der Veranstaltung. Das Bündnis macht bis heute die Verwerfungen durch Olympia in der Pariser Stadtgesellschaft sichtbar.
Weitere Gesprächspartner*innen sind Simone von Kampen, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND NRW e.V., die die kritischen Positionen des BUND NRW an der laufenden Bewerbung vorstellen wird, sowie die Sprecher des Kölner Bündnisses „NOlympia – Colonia“.
Auch Christoph Harting, Olympiasieger im Diskuswerfen 2016 in Rio und Unterstützer des Volksbegehrens in Berlin gegen Olympia kommt: „Ich komme gern aus Berlin ins Ruhrgebiet, um aus der Sicht eines Leistungssportlers und Olympiasiegers auf die Schattenseiten des Systems aufmerksam zu machen. Am Ende zahlen bei Olympia immer die kleinen Leute drauf. Es muss viel stärker darum gehen, wie man den Sport als Gemeinschaftsgut fördert, den Breiten- und Vereinssport stärkt und Leistungssportler*innen besser vor Risiken schützt, ihnen berufliche Perspektiven bietet.“
Außer in Essen hat man auch in Duisburg am 26.03.2026 ab 18.30 Uhr im Café Museum, in Dortmund am 28.03.2026 ab 14:00 Uhr im Rathaus Saal Westfalia sowie in Gelsenkirchen am 29.03.2026 ab 14 Uhr im Werner Goldschmidt Salon die Möglichkeit für einen Austausch.

