Newsletter Ausgabe Nr. 2

Fraktion Die Linke im RVR, Wolfgang Freye, Heike Kretschmer

Das Ruhrparlament hat sich konstituiert

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Leserinnen und Leser,

am letzten Freitag war die erste Sitzung der Verbandsversammlung nach der Direktwahl des Ruhrparlaments am 14. September 2025. In neuer Besetzung und bei guter Laune ging es nach dem Fotoshooting zur konstituierenden Sitzung des Ruhrparlaments. 

Bei aller Freude über die Steigerung der Mitgliederzahl unserer Fraktion von vier auf sechs, wurde bereits an der Sitzordnung deutlich, wie sich der Zuwachs der AfD von sieben auf 19 Mitglieder auswirkt. Grüne und Linke als demokratische Oppositionsfraktionen kommen gerade mal auf 17 Sitze. Dieser Verschiebung nach Rechtsaußen stellen wir uns konsequent im Ruhrparlament und in den Fachausschüssen entgegen.

Wichtiges aus der 1. Verbandsversammlung

Die Linke im RVR ist in allen Ausschüssen vertreten

Bereits im Vorfeld der ersten Verbandsversammlung haben sich alle Fraktionen (außer der AfD) verständigt, wie man die Ausschüsse des Verbandes fachlich aufstellt. Gleichzeitig wurde die Zahl der Ausschüsse etwas verringert.

Im Ergebnis der Gespräche konnte die AfD-Fraktion nur einen Ausschussvorsitz und eine Stellvertretung erlangen. Dass die AfD sowohl den Vorsitz als auch den stellvertretenden Vorsitz in einem Ausschuss wahrnimmt, dem Ausschuss für Finanzen & Beteiligungen, halten wir nicht für gut. Dadurch ist klar, dass auch bei einer Abwahl des Vorsitzenden der stellvertretende Vorsitzende auch Rechtsaußen ist. Die Grünen stellen einen Ausschussvorsitz. Die Linke Fraktion stellt zum ersten Mal einen stellvertretenden Vorsitzenden und zwar im Ausschuss für Umwelt, Klima & Liegenschaften. Herzlichen Glückwunsch am Matthias Fabry! 

Damit haben wir als sechsköpfige Fraktion Die Linke alles erreicht, was nach der Gemeindeordnung möglich war, und ein bisschen mehr.

Insgesamt ist die Fraktion Die Linke im RVR wieder in allen Fachausschüssen mit Stimmrecht vertreten. Für die Fachausschüsse hat sie bis zu drei Stellvertretungen benannt. Damit ist sichergestellt, dass sachkündigen Bürger*innen aus der gesamten Region an der Willensbildung der Fraktion mitwirken können. Hier die Besetzung im Überblick:

AusschüsseVertretung1. Stellvertreter*in2. Stellvertreter*in3. Stellvertreter*in 
Verbandsausschuss

Wolfgang Freye

 

Monetta Marchiano______________________________
Ausschuss für Europa, Wirtschaft & Soziales 

Wolfgang Freye

 

Nicole Fritsche-SchmidtVeronika BuszewskiMonetta Marchiano
Ausschuss für Kultur, Sport, Bildung & WissenschaftMonetta MarchianoVeronika BuszewskiManuela Cengiz Bechert (saBü*in)noch zu benennen
Ausschuss für Planung & MobilitätNicole Fritsche-Schmidt Benedikt Jung (saBü)Tomas Grohé (saBü)Herbert Fürmann (saBü)
Ausschuss für Finanzen & BeteiligungenManuela Cengiz Bechert (saBü*in)Monetta Marchiano

Wolfgang Freye

 

Nicole Fritsche-Schmidt
Ausschuss für Umwelt, Klima & Liegenschaften Matthias FabryTim Fischer Tobias Daniel (saBü)noch zu benennen
Betriebsausschuss Ruhr GrünTim Fischer Matthias FabryTobias Daniel (saBü)Udo Gabriel (saBü)
Rechnungs-prüfungsausschussVeronika BuszewskiVladimir Munk (saBü)Wolfgang Freyenoch zu benennen
WahlprüfungsausschussMonetta MarchianoTim Fischer______________________________

Da die Fraktion noch sachkundige Bürger*innen für die offenen Stellen benennen kann, würden wir uns über Bewerbungen hierzu freuen. Diese sind zu richten an unsere Geschäftsstelle per Mail an die linke@rvr.ruhr

 

Linke ohne Losentscheid gegen AfD in fünf Beteiligungsgesellschaften vertreten

Insgesamt ist Die Linke in fünf Aufsichtsräten von Beteiligungsgesellschaften vertreten. 

Mit „zwei Leihstimmen“ der SPD-Fraktion ist es gelungen, dass die Linke auch in den Aufsichtsräten der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH und der Ruhr Tourismus GmbH vertreten ist. Dort stand sie auf Losentscheid mit der AfD-Fraktion. Die Erringung eines zweiten Mandates durch die AfD konnte so in beiden Fällen verhindert werden.

Die Fraktion ist in den folgenden Beteiligungsgesellschaften vertreten:

GremiumVertreter*in
Aufsichtsrat der Abfallentsorgungs- Gesellschaft Ruhrgebiet mbH (AGR)Nicole Fritsche-Schmidt
Aufsichtsrat der Business metropoleruhr GmbH Wolfgang Freye
Aufsichtsrat der Freizeitgesellschaft  Metropole Ruhr mbHVeronika Buszewski
Aufsichtsrat der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbHTim Fischer
Ruhr Tourismus GmbHManuela Cengiz Bechert
Beirat Regionalentwicklung

Tomas Grohé

Stellvertretung: Benedikt Jung

 

Gleichstellungsplan 2026 bis 2030 befürwortet – Fachausschüsse einbinden!

Die Ergebnisse des Gleichstellungsplans und dessen Fortschreibung sollten durch die Gleichstellungsbeauftragte des Verbandes, Frau Carolin Bieber eingebracht werden. Da diese sich im Mutterschutz befindet und ihre Stellvertretungen erkrankt waren, übernahm der Regionaldirektor Garrelt Duin die Einbringung.

Monetta Marchiano hat auf Grund der Bedeutung des Plans und der Notwendigkeit, bestimmte Inhalte in den Fachausschüssen nochmals zu diskutieren, die Schiebung in die Fachausschüsse beantragt. Insbesondere die Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wie die unklare Aussage zum Aufbau einer Kindertagesstätte, sieht Die Linke kritisch. Der Antrag auf Überweisung in den Fachausschuss wurde abgelehnt. In ihrer Rede kritisierte Monetta Marchiano die ablehnende Haltung der AfD-Fraktion zum Gleichstellungsplan, die sich nicht zu blöd war, für bestimmte Bereiche des RVR eine „Männerquote“ zu fordern. Monetta: „Wenn ich mir ihre Fraktion anschaue, dann glaube ich nicht, dass wir eine Männerquote benötigen, denn dafür sind sie viel zu viele.“ Die AfD-Fraktion besteht aus 19 Mitgliedern, von denen drei Frauen sind.

Die Linke hat der Fortschreibung des Gleichstellungsplans zugestimmt. Die AfD lehnte diesen, wie bei deren Frauenbild zu erwarten war, als einzige Fraktion ab.

 

Gegen kleinere Aufsichtsräte bei der Manifesta gGmbH und der Kultur Ruhr GmbH

Zwei Tage vor der Verbandsversammlung wurden die Vorlagen zur Verkleinerung der Aufsichtsräte beider Gesellschaften durch die Verwaltung eingebracht. 

Die International Foundation Manifesta (IFM), Mitgesellschafterin an der Manifesta Ruhr gGmbH, wünschte die Halbierung des Aufsichtsrates von 12 auf sechs Mitgliedern. Wolfgang Freye kritisierte in seiner Rede die Sinnhaftigkeit eines solchen Vorgehens sowie die kurzfristige Einbringung der Vorlage. Diese Änderung des Gesellschaftervertrages sechs Monate vor dem Start des wichtigen europäischen Kulturereignisses, konnte die linke Fraktion ebenso wenig nachvollziehen, wie die Grünen. Deshalb stimmten Die Linke und die Grünen gegen die Verkleinerung des Aufsichtsrates.

Auch die Minimierung der Aufsichtsratsplätze bei der Kultur Ruhr GmbH von 16 auf 12 Mitglieder hat Die Linke abgelehnt. Die Streichung der Aufsichtsratsplätze führt zu weniger Beteiligung des Verbandes in dem Kontrollgremium. Auch eine Beteiligung der AfD in dem für die Region wichtigen Gremium wird dadurch nicht ausgeschlossen. Wünscht das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes eine andere Besetzung, liegt diese beim Ministerium selbst, kritisierte Wolfgang Freye dieses Vorgehen.

 

Stellenausschreibung

Mitarbeiter*in für Social Media (m/w/d) gesucht! 

Die Fraktion Die Linke im Regionalverband Ruhr in Essen sucht möglichst ab dem 1.02.2026 für die Dauer der 15. Wahlperiode des Ruhrparlaments bis zum 31.10.2030 am Dienstort Essen eine*n 

Mitarbeiter*in für Social Media (m/w/d) in Teilzeit.

Zu den deinen Aufgaben gehören: 

  • Gestaltung von Graphiken sowie Erstellung von Content, Betreuung der Social Media-Kommunikation der Fraktion, insbesondere Instagram und Facebook und sowie Aufbau weiterer Kanäle, wie TikTok
  • Übernahme des Community Managements in Absprache mit dem Fraktionsvorstand
  • Betreuung und Pflege der Internetseite der Fraktion mit dem Linken CMS (TYPO 3)
  • redaktionelle Mitverantwortung für Veröffentlichungen zur Arbeit der Fraktion Die Linke und ihren Positionierungen zu Ruhrgebiets-, Landes- und Bundesthemen
  • Teilnahme an Sitzungen der Linksfraktion und deren Organe und im Bedarfsfall auch Übernahme administrativer Büroarbeit.

Was bringst du mit:

  • Qualifikation/Studium in den Fachbereichen Journalistik, Medienwissenschaften oder eine vergleichbare Berufsausbildung als Mediendesigner*in, Kauffrau*mann für Marketingkommunikation oder einem vergleichbaren qualifizierten Ausbildungsberuf bzw. praxisbezogene Erfahrungen
  • Erfahrungen in der Darstellung politischer Inhalte auf Social Media
  • sprachliches und kommunikatives Geschick
  • sichere Kenntnisse über das CI und CD der Linken, umfangreiche Kenntnisse im Umgang mit Graphik-Programmen, Foto- und Videotechniken sowie Lissi
  • kommunikativen und teamorientierten Arbeitsstil, Kreativität und Eigeninitiative
  • Identifikation mit den Zielen der Partei Die Linke und Bereitschaft die Ziele der Linken aktiv zu vertreten
  • Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung.

Die Stelle wird in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes /Kommune vergütet. Möglich ist eine Beschäftigung auf Minijob-Basis oder als Werksstudent, eventuell auch auf Honorarbasis. Die wöchentliche Arbeitszeit umfasst mindestens 8 Stunden und ist in der Regel montags bis freitags zu den üblichen Bürozeiten zu leisten.

Die Fraktion Die Linke im RVR ist bestrebt, die Vielfalt des Ruhrgebietes auch in ihrer Fraktion und unter ihren Mitarbeiter*innen angemessen widerzuspiegeln. Bewerbungen geeigneter schwer behinderter bzw. gleichgestellter Menschen im Sinne des Sozialgesetzbuches IX sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von FLINTA*-Personen sind ausdrücklich erwünscht. Des Weiteren möchten wir Menschen mit Migrationshintergrund besonders zur Bewerbung ermutigen. 

Die Bewerbungen sind bitte bis zum 31.12.2025 schriftlich oder per Mail zu richten an:

Fraktion Die Linke im Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 35, 45128 Essen oder an per Mail an dielinke@rvr.ruhr.

Bei Rückfragen steht die Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke, Heike Kretschmer, telefonisch zu erreichen unter 0201-2069-325 zur Verfügung. 

 

Pressemitteilung

Olympia in Köln: Ruhrgebiet muss sich hinten anstellen

Die Linke im RVR: Am Besten ganz bleiben lassen und auf Show und Protz verzichten

Mit der Festlegung auf Köln als „Leading City“ für die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 lässt die Landesregierung das Ruhrgebiet wieder einmal fallen. So reagiert die Fraktion Die Linke im Regionalverband Ruhr (RVR) auf die Ankündigung der schwarz-grünen Landesregierung.

Wolfgang Freye, Co-Vorsitzender der Fraktion Die Linke im RVR: „Mit der Ankündigung von Ministerpräsident Hendrik Wüst sind langgehegte Wünsche wie der der Stadt Essen, das olympische Dorf auf einem Deckel über der A 40 zu bauen und so die dringend notwendige städtebauliche Entwicklung für ein nachhaltiges Stadtquartier zum Wohnen voranzutreiben, wie eine Seifenblase geplatzt. Die Gelder dafür fließen nun in die Millionenstadt Köln, Ruhr-gebietsstädte wie Essen, Bochum, Gelsenkirchen oder Dortmund werden zum Kölner An-hängsel degradiert und werden so mit Sicherheit nicht in den internationalen Fokus kommen. Statt der Ankündigung des Landes nun auch noch dienstbeflissen Beifall zu klatschen, wie der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen, sollten die Ruhrgebietsstädte eine Beteiligung an der Bewerbung ganz zu den Akten legen und auf die olympische Show und den damit verbundenen Protz verzichten, um sich den eigentlichen Entwicklungsaufgaben zu widmen.“

Die Linke hat die Bewerbung von NRW-Städten für Olympia ohnehin von Anfang an kritisch gesehen. 2036 geht aus historischen Gründen gar nicht, ansonsten zeigen die Olympischen Spiele der Vergangenheit, dass sie vor allem teuer sind und keine nachhaltige Wirkung hatten. Eine Bewerbung mit Köln als „Leading City“ erfüllt zudem die Kriterien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht, nach denen jeder Spielort innerhalb einer Stunde erreichbar sein soll. Das ist beim ÖPNV in NRW schlicht nicht möglich.

Wolfgang Freye weiter: „Es ist zudem bezeichnend, dass das Land bisher keinerlei Angaben zur Finanzierung von Olympia macht. Bis zum Bürgerbegehren am 19. April 2026 erwarten wir dazu endlich klare Aussagen, ebenso wie zur Vorbereitung einer Olympia-Bewerbung, zu den Auswirkungen für den Breitensport, zum Verkehrsthema und zu den damit verbundenen nachhaltigen Entwicklungszielen. Bisher ist die Landesregierung dort völlig blank. Sportbegeisterung allein reicht aber nicht aus, zumal schon jetzt Löcher in den kommunalen Haushalten klaffen.“

 

Die Linke im RVR auch bei Facebook: @DieLinke.RVR und Instagram: @linksfraktion.rvr

Wenn Sie dieses Abonnement beenden möchten, senden Sie bitte eine Mail mit dem Betreff: „Abmeldung Newsletter“ an dielinke@rvr.ruhr

Impressum: Die Linke im RVR, Kronprinzenstraße 35; 45128 Essen. V.i.S.d.P. Heike Kretschmer, 

Telefon: (0201) 2069-325 – E-Mail: dielinke@rvr.ruhr – Internet: www. dielinke-rvr.de 

 

Newsletter als Pdf…