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Verbandsversammlung Redebeitrag von Wolfgang Freye zum TOP 2.10 Radschnellweg Ruhr RS 1

Wolfgang Freye
Wolfgang Freye

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

 

ich muss sagen, der FDP- Antrag verblüfft mich ein Bisschen. Zum einen deshalb, weil das Geld für die Studie von einer schwarz-gelben Bundesregierung kam. Aber vor allem wegen folgendem: Es ist doch nicht so, dass die Machbarkeitsstudie gar nichts klärt.

Sie hat zum Beispiel den volkswirtschaftlichen Nutzen des Projektes geprüft und kommt dabei zu einem ganz interessanten Schluss. Sie kommt nämlich zu dem Schluss, dass der volkswirtschaftliche Nutzen der Strecke bei einem Faktor von 4,8 liegt und das ist erheblich mehr als bei den meisten Straßenbauprojekten, die in den letzten Jahren beschlossen worden sind.

Dieser Nutzen rechnet sich aus solchen Faktoren wie Entlastung des PKW- Verkehrs, Verringerungen der Schadstoffemissionen u.a. Da wird immerhin von einer täglichen Entlastung um bis zu 400.000 Pkw- Kilometer und einer jährlichen Einsparung von 16.600 Tonnen CO2 ausgegangen. Es könnte eine Reduzierung der Krankheitskosten von jährlich bis zu 11 Mio. Euro geben, da Bewegung gegen viele Krankheiten hilft und vorbeugend wirkt.

Deshalb kann ich die Argumente der FDP nicht nachvollziehen. Eine Partei, die immer wieder gerne für „freie Fahrt“ wirbt und sich für den Bau von Straßen und den Autoverkehr ausspricht, sollte doch bei einem Verkehrsprojekt, das entwickelt werden soll und welches volkswirtschaftlicher sogar günstiger ist, nicht sagen: Nö, das kann man jetzt nicht machen!

Es ist doch nicht so, dass der Nutzen des Projektes nicht nachgewiesen ist, sondern er ist nachweisbar! Insofern sprechen wir uns entschieden dafür aus, dass das Projekt Radschnellweg Ruhr weiter verfolgt wird.

Es gibt noch einen anderen Grund, den ich anführen will. Wir hätten durch den Radwegebau ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Es wäre doch eine super Sache, wenn das Ruhrgebiet ein aktives Projekt zum Klimawandel in der Größenordnung wie hier vorgesehen voran treibt. Das wäre super, es würde nach außen gut kommen und es wäre werbewirksamer, als viele andere mögliche Werbekampagnen für das Ruhrgebiet.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

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